Als andere deutsche Künstler von der „Freiheit“ oder den „Winds Of Change“ gesungen haben, sind wir auf Reisen gegangen. Einer kam aus der Stadt, die vermauert war, einer aus dem Land, in dem Milch und Honig floss, einer aus Gottes eigenem Land und einer konnte zu Hause bleiben.

Über

Zuerst war der Jazz und Leipzig die Stadt, in der der Jazz war. Proberäume ohne Mietvertrag, Energie, die ganz von alleine aus den nassen, unsanierten Wänden kam und Auftrittsangebote in der Oper, die man dankend ablehnte. Dann wurde die Gangart härter, der Käpt’n übernahm das Ruder in Form eines Kochlöffels und tobte fortan mit einer Kochmütze über die Bühnen Deutschlands und Österreichs.
Die Bandbreite wurde größer, die Texte deutsch und der Erfolg der Kunst untergeordnet.
Die COOKS gingen und Literaturpreise für den Käptn’ kamen - andere Bandsplitter firmierten unter NO WATER NO MOON und brachten das Tanzbein der Ethno-Folk-Fraktion zum schwingen, während einer sich aufmachte, jedes Jahr die beste Band Leipzigs zu gründen.
Heute ist alles anders - doch die Musiker sind noch immer da, weil noch einiges zu sagen ist …

© wettermann 2009